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« Psychologische Online Praxis Almut Furchert


 

www.trauma-seiten.de


Diese Seiten widmen sich allen Menschen, die selbst traumatisiert wurden oder mit Menschen im engen Kontakt sind, die unter einer Traumaerfahrung leiden und professionelle Hilfe suchen.

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Was ist ein Trauma?

Der Begriff Trauma meint diejenigen Ereignisse, die einem Menschen unter Gefahr für Leib und Leben zustoßen oder er Zeuge eines solchen Ereignisses ist. Dies können Naturkatastrophen (wie der Tsunami in Asien), Unfälle oder physische wie psychische Gewalterfahrungen sein (wie Krieg oder Folter). Zudem fällt hierunter die Traumatisierung durch sexuellen Missbrauch, welchem hier eine gesonderte Seite gewidmet ist

Nicht jedes solcher Erlebnisse muss aber zu einer chronischen Traumatisierung führen. Viele Menschen reagieren z.B. auf eine Katastrophe mit einer akuten Belastungsreaktion, sozusagen einem Schock, indem Körper und Seele durch die Einwirkung eines furchtbares Ereignisses aus der Bahn geworfen werden, finden dann aber bald wieder zu ihrem inneren Gleichgewicht zurück.

Von chronischer Traumatisierung sprechen wir, wenn sich aufgrund der traumatischen Erfahrung eine Beeinträchtigung des weiteren Lebens ergibt, welche bewusst, oft aber auch unbewusst mit dem Trauma in Verbindung steht. Dann sprechen wir von einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Diese Diagnose entstand übrigens nach dem Vietnam-Krieg, als man feststellte, dass viele Soldaten in ihrer Persönlichkeit verändert waren bzw. psychische Spätfolgen durch die Kriegstraumatisierung zeigten.

 

Häufige Symptome der PTBS

  • Alpträume
  • Ein- und Durchschlafstörungen
  • Innere Unruhe und Nervosität
  • Gesteigerte Schreckhaftigkeit
  • Erhöhte Wachsamkeit ("Hab-Acht-Stellung")
  • Erhöhte Reizbarkeit (ungewohnt schnelles Aufbrausen)
  • Wiederkehrende Sinneseindrücke (flash backs) vom traumatischen Ereignis in Hier-und-Jetzt-Qualität
 (z. B. Anblick des Täters unmittelbar vor Augen oder Geruch des brennenden Autos in der Nase)
  • Das Gefühl, plötzlich wieder vollkommen in der Situation zu sein (Wiederereben des traumatischen Ereignisses, d. h. Sie fühlen und verhalten sich so, als seien Sie wieder in der traumatischen Situation)
  • Unfähigkeit, das Erlebte in Worte zu fassen und als zusammenhängende Geschichte zu erzählen
  • Völliger oder teilweiser Verlust von Erinnerungen an das Ereignis
  • Unerklärliche körperliche Symptome und Beeinträchtigungen
 (z. B. Schwäche in den Gliedmaßen, Gefühl von Enge in Brust oder Hals, Schmerzen)
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • Angst vor Dingen, die an das Trauma erinnern
  • Vermeidung von Reizen, die an das Trauma erinnern
(z. B. bestimmte Orte, Aktivitäten, Stichworte, Gedanken, Fernsehsendungen etc.)
  • Innere Teilnahmslosigkeit und Leere bzw. emotionale Taubheit (gefühlsmäßiges Unbeteiligtsein)
  • Interessenverlust
  • Sozialer Rückzug
  • Niedergeschlagenheit und Depression bis hin zu Suizidgedanken
  • bei manchen: Dissoziationserleben (sich fremd fühlen, sich aus der Vogelperspektive sehen, "wegdriften")

(siehe auch fifap.de. Mit frdl. Genehmigung.)

 

 

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Was unterscheidet eine Traumatherapie von anderen Therapien?


Integrative Traumatherapie nutzt hilfreiche und stützende Verfahren aus unterschiedlichen Therapieschulen. Im Focus stehen die Sicherheit und Unterstützung eines Menschen, der ein Trauma erlebt hat. Bereits die Diagnose der PTBS erleben viele Betroffene als Erleichterung. Endlich müssen Sie nicht mehr glauben, Sie seien verrückt, oder würden sich ihre Symptome nur einbilden. Es ist heilsam zu erfahren, dass es vielen Menschen, die Ähnliches erlebt haben, ähnlich ergangen ist. Ein Trauma ist nicht nur in der Seele sondern auch im Körper gespeichert! Am Anfang der Therapie steht dabei nicht das Schrecken im Vordergrund (viele Menschen haben ja gerade davor Angst), sondern zunächst Ihre Sicherheit. Sicherheit meint, dass Sie einen geschützten Rahmen in der Therapie finden, in dem Sie lernen können, Ihre Symptome einzuordnen, die Schwierigkeiten zu benennen und Entlastung zu finden. Erst wenn genug Vertrauen gewachsen ist und Sie sich sicher fühlen, können Sie sich auch - im eigenen Tempo - den Bildern der Vergangenheit nähern. Dies ist mir bei meiner Arbeit ganz besonders wichtig: Sie bestimmen das Tempo! Menschen, die traumatisiert wurden, haben vor allem eines gelernt: Hilflosigkeit. Gerade dies soll sich in der Therapie nicht wiederholen. Ich wende daher nicht einfach eine Technik an, die sie über sich ergehen lassen, sondern mache Ihnen Angebote. Sie entscheiden, was für Sie dran ist und Ihnen weiterhilft. 
Eine Integrative Trauma-Therapie beinhaltet  in etwa folgende Phasen:
 

1. Sicherheit und Stabilisierung.
Hier finden Sie zunächst den Rahmen, wo Sie Dinge sagen können, die Sie zuvor noch niemanden gesagt haben. Sie lernen Ihre Symptome als 'normale' Reaktionen auf eine traumatische Erfahrung kennen. Dazu gebe ich Ihnen Techniken an die Hand, mit denen Sie unangenehme Gedanken und Bilder zunächst einmal auf Abstand halten lernen. Dadurch können Sie nach einer langen Zeit der Anspannung endlich Entlastung und Entspannung erleben. Im Vordergrund steht Ihre Sicherheit und emotionale Stabilität. Wir werden daher nicht nur über das "Problem", sondern über Ihre Kraftquellen sprechen. Das, was Ihnen im Leben Halt gibt, was Sie gerne machen und auch das, was Sie sich erhoffen. Sie werden entdecken, welche unterstützenden Ressourcen es in Ihrem Leben gibt (z.B. Freunde, Dinge, die Ihnen gut tun, Glauben o.a.) und wie sich selbst durch bestimmte Techniken helfen können, z.B. mit flash backs oder Ängsten umzugehen. Auch der Einbezug des Lebenspartners ist hier wichtig. Wie kann er/sie Sie auf Ihrem Weg unterstützen und auch mit Ihren Veränderungen umgehen?
 

2. Konfrontation.
Erst jetzt werden die schwierigen und aufwühlenden Dinge zum Thema. Denn Sie sollen sich diesen nicht noch einmal hilflos ausgeliefert fühlen, sondern ganz bewusst entscheiden, den Blick zurück zu riskieren. Deshalb haben wir vorher darüber gesprochen, wie sie mit den aufbrechenden Gefühlen umgehen können. Aber nicht nur die traumatischen Erfahrungen sind hier Thema, sondern auch deren Auswirkungen auf Ihr heutiges Leben. Oft sind es bestimmte Verhaltensweisen oder -muster, die sich in Ihre Seele gebrannt haben und Ihnen das Leben oder die Kommunikation schwer machen. Solche Muster, die im Grunde Spiegel der verletzten Gefühle und Grenzen sind, können so erkannt und verändert werden.
 

3. Integration.
Wenn die Trauer, der Schmerz oder Ekel, die Hilflosigkeit und die Wut !! ans Licht gekommen sind, ist bereits sehr viel getan. Es ist ein bisschen so, als hätte man eine Wunde aufgeschnitten, den Eiter abfließen lassen und nun mit frischen weißen Binden verbunden. Es ist zunächst schmerzhaft, aber jetzt kann die Wunde endlich abheilen. Es wird zwar eine Narbe bleiben, aber diese wird nicht mehr Ihr Leben von unten her zersetzen, wie es die unverheilte Wunde getan hat. Sie werden also abschließend einen Weg finden, das Geschehen in Ihr Leben einzuordnen, als etwas, was Sie vielleicht sensibler und weiser als andere Menschen macht, weil Sie gelernt haben, einen großen Schmerz zu überstehen.  Dann werden Sie nicht mehr Ihr ganzes Leben nach dem Schmerz einrichten müssen und dabei Ihr eigentliches Leben verpassen. Sie werden stattdessen die Freiräume finden, um Ihre Kreativität, Ihre Schönheit, Ihre Schwächen und Ihre Stärken zu leben, eben alles, was einen Menschen – und auch Sie – liebenswert macht.
 

Haben Sie Fragen? Suchen Sie Hilfe? Hier geht es zu meiner Praxis. Nur MUT!

Ihre Almut Furchert

 

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